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Ausstellung || A world in Common
Manchmal entstehen die schönsten Momente ganz spontan. Kürzlich war ich für ein paar Tage in Berlin, um eine Freundin zu besuchen – ohne grosses Programm, einfach ein wenig Auszeit.
Da ich am Nachmittag etwas Zeit für mich hatte, beschloss ich, der C/O Berlin einen Besuch abzustatten. Und wie so oft, wenn ich mich ohne grosse Erwartungen treiben lasse, wurde ich überrascht – im besten Sinn.
Aktuell zeigt die C/O Berlin die Ausstellung „A World in Common. Contemporary African Photography“, die Werke von 23 Künstler:innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora präsentiert. Inspiriert von der Philosophie des kamerunischen Denkers Achille Mbembe, der dazu aufruft, „die Welt von Afrika aus zu denken“, lädt die Ausstellung dazu ein, alternative Geschichtserzählungen zu erkunden, die tief in den vielfältigen Erfahrungen und Wissenssystemen des afrikanischen Kontinents verwurzelt sind.




Die Ausstellung ist in drei Kapitel unterteilt: „Identität und Tradition“, „Gegenerzählungen“ und „Zukunftsentwürfe“.Besonders beeindruckt haben mich die Fotografien von Khadija Saye, die in ihrer Serie „in this space we breathe“ Selbstporträts mit Kultgegenständen aus Gambia kombiniert und dabei afrikanische, christliche und islamische Traditionen miteinander verwebt. Ihre Arbeiten zeugen von einer tiefen spirituellen Auseinandersetzung und einer starken visuellen Sprache.
Ein weiteres Highlight war für mich die Arbeit von Kiripi Katembo, der das Alltagsleben in Kinshasa durch Spiegelungen in Pfützen dokumentiert. Seine Bilder wirken wie aus einer surrealen Traumwelt und bieten einen einzigartigen Blick auf die kongolesische Hauptstadt.



Die Ausstellung thematisiert auch die Auswirkungen der globalen Klimakrise und der Globalisierung auf afrikanische Gemeinschaften. Künstler:innen wie Aïda Muluneh und Fabrice Monteiro nutzen ihre Werke, um auf Umweltprobleme und soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und gleichzeitig Hoffnung auf eine gerechtere Zukunft zu vermitteln.
Die Ausstellung fand ich sehr interessant und abwechslungsreich. Nicht alles hat mir gefallen, aber dennoch C/O Berlin ist immer ein Abstecher wert. Leider ist die Ausstellung schon wieder vorbei, aber wenn dich die Fotogalerie interessiert, hier findest du weitere Informationen: https://co-berlin.org/de




