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Früher konnte man in klaren Nächten den Sternenhimmel bewundern.
Heute sieht man statt Sternen die grellen Lichter von Einkaufszentren und Autobahnen – ein wunderbarer Beweis dafür, dass die Menschheit immer genau weiss, was sie tut. Wer braucht schon die Milchstrasse, wenn man eine perfekt beleuchtete Tankstelle fotografieren kann?
Natürlich gibt es noch Orte, wo man den Sternenhimmel sehen kann – meist weitab von der Zivilisation. Aber wer hat schon die Zeit (oder das Geld), mitten in die Wildnis zu fahren? Und selbst dort: Wenn endlich alles perfekt ist, fliegt garantiert ein Flugzeug durchs Bild. Oder ein Satellit. Oder ein SpaceX-Teil, das Elon Musk gerade ins All geschossen hat.
Vielleicht müssen wir akzeptieren, dass die Sterne für uns nur noch eine Erinnerung sind – oder ein Filter auf Social Media. Und bis dahin machen wir das Beste aus den Lichtverschmutzungsbildern. Die sind nämlich auch irgendwie schön. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man darin sogar die Zukunft unserer Erde erkennen. Sie leuchtet. Vor lauter Warnsignalen.
Pascal Uehli ist seit 2011 als Fotograf tätig und widmet sich in seinen Kolumnen verschiedenen Themen rund um die Fotografie. Dabei teilt er seine Gedanken zu Alltagssituationen oder aktuellen Interessen. Mit einer Prise Ironie regt er die Leser zum Nachdenken an.
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