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IPFO – MAGNUM Contact Sheets Fotografie Ausstellung
Die Fotografie Ausstellung MAGNUM CONTACT SHEETS ist zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen.
Im HAUS DER FOTOGRAFIE in Olten ist zwischen dem 26.02. bis 22.05.2022 zum ersten Mal in der Schweiz die Fotoausstellung MAGNUM CONTACT SHEETS zu sehen. Auf drei Stockwerken wird in der Fotoausstellung ein Einblick in die Welt der Reportagen-Fotografie gegeben.
Ich war an der Ausstellung und erzähle euch von meinem Eindruck.
Was macht ein Bild zur Ikone?
Eine spannende Frage, die sich heute bestimmt jeder Fotograf einmal gestellt hat. Braucht es dazu eine perfekte Inszenierung, den richtigen Moment oder einfach nur ein zufällige Aufnahme. Die Ausstellung versucht genau das zu beantworten.
Ich fand diesen Punkt sehr interessant umgesetzt. Durch den intimen Einblick mittels Kontaktabzügen, erhält man einen guten Eindruck in die Arbeit der Fotografen die rund um die Welt für die Presse im Einsatz waren.
In Anbetracht das früher mit analogem Film gearbeitet wurde, sieht man wie selektiv Fotografen bei der Arbeit waren. Drei bis vier Aufnahmen von je einem Ausschnitt, schon war die Filmrolle voll. Dabei musste mindestens ein gutes Bild rausspringen.


Contact Sheets waren nach der Entwicklung für die Selektion der Aufnahmen wichtig. Da es noch keine Computer gab wurden Markierungen auf den Kontaktabzügen der Negative gemacht. Ein interessanter Prozess der noch heute nachvollziehbar ist.
Die Geschichten hinter den Bildern
Ebenfalls interessant sind die Geschichte hinter den Aufnahmen. Darunter zum Beispiel die Aufnahme vom 06. Juni 1944, als die Alliierten im zweiten Weltkrieg in der Normandie landeten. Fotograf Robert Capa war als einziger Fotograf bei der ersten Welle des Angriffs an der Omaha Beach in Frankreich dabei. Während seines Einsatz war er unter Beschuss und in Mitten des Krieges. Er nahm 106 Bilder auf.
Nach dem die Bilder gemacht waren, setzte er mit einem Kriegsschiff über Richtung England. Dabei wurde das Schiff angegriffen und sank. Nur dank einem Rettungsboot hat er es an die Küste von Grossbritannien geschafft und konnte die Filmrollen einem Kurier übergeben. Robert Capa nahm darauf das nächste Schiff zurück, um weiter aus dem Kriegsgebiet zu berichten.
Währen dessen wurden die Aufnahmen in London entwickelt. Leider unterlief dem Assistent für die Dunkelkammer ein Fehler und die Negative wurden zu warm getrocknet. Die Aufnahmen von Robert Capa waren zerstört. Nur 18 Bilder konnten gerettet werden.
Die wenigen Aufnahmen die übrig blieben wurden legendäre und gingen um die Welt.
Die ganze Geschichte findet ihr auf der Website von MAGNUM.
Einblick in vergangene Zeiten
1947 wurde die Agentur Magnum Photos von den Fotografen Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, David „Chim“ Seymour und George Rodger in New York gegründet. Die Ausstellung zeigt wie Anspruchsvoll die Arbeit für Fotografen zu Zeiten des Analog-Films war und unter welchen Umständen die Aufträge ausgeführt wurden.
Ich habe die Fotoausstellung MAGNUM CONTACT SHEETS sehr interessant gefunden. Man sollte sich die Zeit nehmen und die jeweiligen Beschreibungen zu den einzelnen Kontaktbogen lesen. Ohne diese fehlt einem der Zusammenhang und die Geschichte hinter den ikonischen Bilder.
Ein Ausflug in das Haus der Fotografie in Olten lohnt sich und mit einem Eintrittspreis von CHF15.00 ist es auch nicht all zu teuer.





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